Nervenschmerzen, Kribbeln, Taubheitsgefühl

Veränderungen der Sensibilität, vermindertes Tastempfinden und ein beginnendes Taubheitsgefühl in Händen und Füssen: Dies können Nervenschädigungen als Folgen einer Chemotherapie sein.
Was kann man dagegen tun?

  1. Bei neuropathischen Beschwerden während oder nach einer onkologischen Behandlung sollten Sie sich als Erstes bei Ihrem behandelnden Onkologen melden. Dieser kann abklären, ob die genanten Beschwerden tatsächlich von der Chemotherapie kommen. Je nach Bedarf kann der Onkologe nach ersten einfachen Tests einen Spezialisten zuziehen.
  2. Bei Kälteempfindlichkeit: Vermeiden Sie Kälte und ziehen Sie sich warm an
    (keine kalten Gegenstände anfassen, kalte Räume meiden, sich bei kaltem Wetter nicht ungeschützt draussen aufhalten; halten Sie Hände und Füsse warm, tragen Sie Handschuhe und warme Socken; meiden Sie zu kalte Speisen und Getränke)
  3. Bei Wärmeempfindlichkeit:
    Keine heissen Gegenstände anfassen (Töpfe oder Ähnliches), Wassertemperatur beim Baden mit Thermometer überprüfen.
  4. Machen Sie regelmässig Bewegungsübungen. Besonders geeignet sind Knetübungen und Massagen mit der Hand- und Fuss Rolle. Fragen Sie dazu unsere Pflegefachfrauen, Sie beraten Sie gerne.
  5. Bei fortgeschrittener Kälte-, Wärme und Schmerzunempfindlichkeit: Verletzungen und Infektionen vorbeugen (z.B. für Maniküre und Pediküre professionelle Hilfe beanspruchen, gut passende Schuhe tragen, bei manuellen Arbeiten Schutzhandschuhe tragen)
  6. Unsicherheit beim Gehen: Auf eine sichere Umgebung achten, Schuhe mit rutschfesten Sohlen tragen, Stolperfallen in der Wohnung entfernen, Gehhilfe für Spaziergänge nutzen etc.).
  7. Präventiv ungünstige Sitz- und Liegepositionen vermeiden, welche die neuropathischen Beschwerden verstärken können.

Haben Sie spezifische Fragen zum Thema? Wenden Sie sich an unsere Pflegefachfrauen, sie helfen Ihnen gerne weiter!


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