Therapieformen in der Tumortherapie

Ein Grossteil der Tumortherapien werden mittlerweile ambulant  – d.h. in einem Ambulatorium, wie dem OnkoZentrum Zürich – verabreicht. Ein Aufenthalt im Spital ist häufig nicht mehr nötig, da die möglichen Nebenwirkungen einer Therapie mit der entsprechenden Begleitmedikation gut zu kontrollieren sind. Gemeinsam mit dem behandelnden Onkologen werden alle Fragen rund um die bevorstehende Therapieform besprochen und vom spezialisierten Pflegepersonal durchgeführt.

Das Therapieschema eines Krebsmedikaments ist in sogenannte Therapiezyklen eingeteilt, welche die Einnahmezeiten und Pausen definieren. Je nach Verfassung und Körperoberfläche des Patienten wird die Dosis entsprechend angepasst. Folgende Therapieformen stehen für Tumormedikamente zur Verfügung:

  1. Infusionen
    Die Infusion zählt immer noch zu den häufigsten Verabreichungsformen. Das geschulte Pflegepersonal legt einen venösen Zugang oder nutzt den vorher gelegten Port-a-Cath für die Infusion. Das Medikament gelangt so über eine Vene direkt in den Blutkreislauf und erreicht so den Tumor oder die Metastasen. Über Leber und Niere werden die Stoffe wieder ausgeschieden, sodass eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr in dieser Zeit sehr wichtig ist. Vor und während der Infusionstherapie erhalten die Patienten bereits Begleitmedikation gegen die häufigsten Nebenwirkungen, wie Übelkeit und Erbrechen. Da die Infusionsdauer einige Stunden beträgt, lohnt es sich, während dieser Zeit mit einem Buch oder Musik abzulenken.
  2. Injektionen
    Einige Tumormedikamente, wie z.B. Antihormontherapien, werden unter die Haut oder in den Muskel gespritzt. In diesem Fall verweilt der Patient nur kurze Zeit im Ambulatorium. In manchen Fällen erhält der Patient auch eine Spritze in den Liquor (die Flüssigkeit, die das Rückenmark umgibt).
  3. Tabletten zur oralen Einnahme
    Immer mehr Krebsmedikamente sind in Tablettenform erhältlich, die vom Patienten zu Hause eingenommen werden müssen. Diese Therapieform erfordert eine hohe Selbstdisziplin, da es sehr wichtig ist, sich an die Einnahmevorschriften zu halten.
  4. Crèmes
    In seltenen Fällen werden Medikamente über die Haut aufgenommen.

Bei allen Therapieformen ist sehr wichtig, sich an den vorgegebenen Zeitplan zu halten. Eine enge Absprache mit dem Pflegepersonal ist sehr wichtig; besonders dann, wenn Therapieunterbrüche aufgrund von Ferien oder anderen Abwesenheiten geplant werden müssen.


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